Postmünster. Einen besinnlichen Nachmittag, aufgelockert durch den heiteren Auftritt kleiner „Engerl“, bescheren die Mitwirkenden bei der Weihnachtsfeier für die Bewohner des Christanger Alten- und Plegeheims des Diakonischen Werks Pfarkirchen den Gästen.
Diakonie-Gechäftsführer Thorsten Kilwing begrüßte die Senioren und Angehörigen sowie den Aktiv-Club des Heims, Pfarrer Heinrich Soffel, Bürgermeister Ludwig Eder, den Trifterner Altbürgermeister Karl Haas, Altbürgermeisterin Bärbel Wochinger und Rudolf Bender, beide Vorstandsmitglieder des Diakonischen Werkes sowie die ehemalige VdK-Vorsitzende Anni Karpfinger.
Die Stubnmusi - Irene Bergler, Traudl Haberzagl und Rosemarie Schepke (alle Zither) sowie Sonja Nowotny (Hackbreit) und Sepp Schmidseder (Gitarre) - sorgte mit ihren fein gespielten adventlichen Klängen für eine besinniche Stimmung - gmüatlich boarisch, wie's sein soll wenn's in schöner Gemeinschaft auf Weihnachten zugeht. Die Theatergruppe der Grundschule erfreute die Gäste mit dem heiteren Stück „Die Schauspielengel“ - die Engerlschar, die auf den Wunsch von Petrus anstelle erkrankter Postmünsterer Schulkinder das Krippenspiel aufführen soll, kommt damit nicht so ganz klar, so dass der Herrgott per kleinem Wunder für gesunde Kinder sorgen muss, die dann doch die Geschichte der heiligen Nacht spielen können. Alles nochmal gut gegangen also - und mit viel Beifall belohnt.
Weitere schöne Beiträge steuerten die Flötenkinder der Grundschule und Schüler mit einem Weihnachtsgedicht bei. Mit der Geschichte „Das Weihnachtslicht“ von Christine Götter machte Christine Moser den wahren Gehalt des Festes zur Geburt des Heilands bewusst - das Christkind, seit langer Zeit einmal wieder auf der Erde und entsetzt über Kitsch und Kaufrausch statt menschlicher Wärme und Hoffnung spendender Zuwendung streut in alle Häuser das Trost und Liebe verbreitende Weihnachtslicht und sorgt damit für die wahre friedvolle Weihnachtsfreude.
Fürs Herz und Gemüt gab es zum Abschluss das gemeinsame Singen der Gäste zu den sanften Klängen der Stub'n-Musi — „Leise rieselt der Schnee“, „Oh Tannenbaum“ und schließlich „Stille Nacht, heilige Nacht“. Schöner konnte die Einstimmung auf Weihnachten kaum sein. Diakonie-Geschäftsführer Thorsten Kilwing und Pfarrer Heinrich Soffel dankten dem Personal und allen Mitwirkenden - den Senioren und ihren Angehörigen sowie allen, die zur schönen Feier beigetragen hatten, und wünschten ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr. - lb
Postmünster. Ein feierliches Adventssingen findet am kommenden Freitag, 12. Dezember, in der Pfarrkirche statt. Beginn ist um 17 Uhr. Mitwirkende sind: Feenharfe des Heilpädagogischen Zentrums, Kinderchor Postmünster, Schulchor der Grundschule Postmünster sowie Mädchen und Buben des Kindergartens Christanger. Anschließend wird im Pfarrgemeindehaus Postmünster ein Weihnachtsbasar durchgeführt. Veranstalter ist der Förderverein für den Christanger Kindergarten und die Grundschule Postmünster. Er übernimmt auch die Bewirtung der Gäste. Die Kinder bieten im Rahmen des Basars von ihnen selbst gebastelte Gegenstände an, die sich auch gut als Weihnachtsgeschenk verwenden lassen. Ebenso kann der vom Förderverein angebotene Jahreskalender mit historischen Motiven von Postmünster und Neuhofen erworben werden. - red
Interessante Informationen und Anregungen für eine gesunde Lebensweise erhielten die Mädchen und Buben an der Grundschule.
An insgesamt neun Stationen wurden sie eingewiesen, zum Beispiel wie man durch Bewegung (auch in Form von Tanz), sportliche Betätigung und gesunde Ernährung Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden nehmen kann. Beteiligt waren neben den Lehrkräften auch engagierte Eltern, die sich der Kinder liebevoll annahmen.
An den verschiedenen Stationen ging es auch um Themen wie „Mit allen Sinnen“, Karate, Körperwahrnehmung, Atemtechnik, Shiatsu, Sport und Spiel, Tänze oder Partnermassage.
Am Ende waren sich alle Beteiligten — Schüler, Eltern und Lehrerkollegium - einig, dass der Gesundheitstag eine gelungene, abwechslungsreiche Aktion mit vielen wertvollen Hinweisen für die Kinder war. Und der Unterrichtstag hat zudem Spaß gemacht - auch wenn er an einem Wochenende stattfand. - rb
Postmünster. Der Förderkreis Christanger-Kindergarten/Grundschule Postmünster unter Führung von Dr. Georg Tüller und Johann Striebl hat sich etwas Besonderes ausgedacht. Er hat einen Monatskalender 2009 mit historischen Ansichten von Postmünster und Neuhofen erstellt, der für einen guten Zweck verkauft wird. Das erste Exemplar wurde jetzt Bürgermeister Ludwig Eder überreicht.
Dieser zeigte sich von dem gelungenen Werk sehr angetan. Zu sehen sind etwa Ansichten des Pfarrhofes um 1930, der Ausbau des Rottauensees 1968/69, ein Wening-Stich vom Schloss Afterhausen um 1800 sowie viele andere fotografische „Schmankerl“.
Den Kalender kann man für zwölf Euro bei der örtlichen Zweigstelle der VR-Bank, beim „Bäcker-Sepp“ und in der Metzgerei Kerscher in Postmünster kaufen. Auch auf dem Weihnachtsbasar, der am Freitag, 12. Dezember im Pfarrheim - im Anschluss an das um 18 Uhr in der Pfarrkirche Postmünster beginnende Adventssingen - stattfindet, wird er angeboten. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Kindergarten Christanger und der Grundschule Postmünster zugute. - rb
Postmünster. „Hallo Busfahrer“ - unter diesem Motto stand eine Verkehrserziehung der Erstklässler an der Grundschule. Karl-Heinz Prähofer, Kreisvorsitzender des Fahrlehrerverbandes, unterrichtete die Kinder. Beim Einsteigen in den Bus wurde die Zeit gemessen. Dass es mit Ruhe und Disziplin wesentlich schneller geht als in einer wilden Horde beeindruckte die Schüler sichtlich. Im Spiel durften sie erleben wie gefährlich es ist, vor dem Bus die Straße zu überqueren. Fahrlehrer Prähofer nahm Busräder, um den Kindern eine Vorstellung von der Masse und dem Bremsweg eines großen Fahrzeugs zu vermitteln. Drei Schüler waren notwendig, um ein Rad aufzustellen. Links und rechts am Seil durften sie dann probieren, rollende Räder anzuhalten. Das Gewicht eines Schulbusses konnte sich keiner vorstellen. Einleuchtend war dann schon eher der Vergleich mit 12 bis 16 Elefanten. Den Unterricht verfolgten Rektor Dr. Achim Heinze und die Leiterin des Grundschulseminars Dr. Christine Weis mit dem Lehrernachwuchs. Füralle Kinder gab esam Ende eine essbare Keksplakette vom . TUV. Schließlich sind sie jetzt „geprüfte Schulbus-Insassen“. Karl-Heinz Prähofer und seine Fahrlehrerkollegen bieten im ganzen Landkreis einen Verkehrsunterricht für die 1. bis 6. Schulklasse an. Interessenten wenden sich an den Kreisvorsitzenden unter 0 85 72/83 05. - dd/F: Dettenmeier
Postmünster. Ein neuer Elternbeirat ist bei einer Versammlung an der Grundschule gewählt worden. Ihm gehören an: (sitzend von links) Claudia Bauriedl (Kassier), Reinhold Sigl (Vorsitzender), Barbara Wezel (2. Vorsitzende), Renate Dorfner sowie (stehend von links) Peter Brendel (Öffentlichkeitsarbeit), Rudolf Kaltenberger (Vertreter Förderverein), Nicole Schulz und Petra Haberl (beide Schriftführerin). - red/Foto: red
Postmünster. „Es war einmal“ lautete das Motto eines unterhaltsamen Nachmittages im Altenheim Christanger. Kinder der Grundschule Postmünster unterhielten im Rahmen des Projektes „Jung trifft Alt“ die Senioren mit einer Vielzahl von Auftritten und Geschichten. Sie spielten Ausschnitte aus Märchen, erfreuten mit aufwendigen Kostümen, trugen einen humorvollen Dialog zwischen einem Mädchen und ihrem Großvater vor und ein selbst verfasstes Märchen vor, das sie mit Instrumenten musikalisch untermalten. Um einen runden, dicken, fetten Pfannkuchen ging es in einem weiteren Stück. Am Schluss machte man einen Abstecher nach Bremen zu den Stadtmusikanten. - red/Foto: red
Von Doris Altmannsberger
Postmünster. Die Grundschule Postmünster wird saniert. Der Gemeinderat entschied sich am Dienstag einstimmig dafür, das in den 60er Jahren erbaute Gebäude zu renovieren - Baubeginn soll bereits 2009 sein.
Nach monatelangen Querelen und Debatten, ob Neubau oder Sanierung, fällte das Gremium seinen Entschluss relativ zügig. „Es ist schon sehr viel in dieser Sache diskutiert worden, vorwärts und rückwärts. Dabei hat sich doch der Grundtenor heraus kristallisiert, das Gebäude zu sanieren, auch aus Kostengründen“, sagte Stefan Weindl. Nun sei es, so Bürgermeister Ludwig Eder, wichtig, bei der Regierung von Niederbayern den vorzeitigen Baubeginn zu beantragen, damit bereits 2009 mit der Renovierung begonnen werden könne. Auch diesen Entschluss verabschiedeten die Gemeinderäte einstimmig.
Geschätzte 1,71 Millionen Euro kostet die Sanierung der Grundschule. Dabei wolle man verstärkt auf das Energie-Einsparpotenzial Rücksicht nehmen, betonte Eder. So wolle man, entschied das Gremium einhellig, auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installieren - geschätzte 13 500 Euro Einnahmen, rechnete Bürgermeister Ludwig Eder vor, würden so jährlich in die Gemeindekasse fließen. „Ein wichtiges Signal, um zu zeigen, dass wir in der Gemeinde neuen Energien aufgeschlossen gegenüber stehen“, meinte Albert Edmaier, nachdem ja in der letzten Sitzung einem Antrag auf Bau einer Photovoltaikanlage in einer Freifläche kein Einvernehmen erteilt worden war. „Dieser Beschluss zeigt, dass wir in der Gemeinde genügend freie Dächer haben und es Freifläche nicht braucht“, so Edmaier. Jürgen Widl schlug vor, die Photovoltaikanlage im Eigenbetrieb zu betreiben. Dann, so sein Argument, könne man bei der Vergabe eher auf örtliche Betriebe Rücksicht nehmen.
Ebenfalls fix ist jetzt, dass die alte Ölheizung durch eine Hackschnitzelheizung ersetzt werden soll. „Eine sehr sinnvolle Idee, bei der kalkulierten Leistung von 140 kw könne man außerdem noch überlegen, ob man das Rathaus gleich noch mitversorgen könne“, schlug Franz Freiherr Riederer von Paar vor. Mit Hackschnitzel statt Öl könne man die Heizkosten jährlich im mehr als die Hälfte senken. „Im November 2007 kosteten 25 000 Liter Heizöl 16 875 Euro“, nannte der Bürgermeister als Beispiel. Die für die gleiche Energie nötige Menge Hackschnitzel schlage nach aktuellem Preisniveau mit 6400 Euro zu Buche.
Verabschiedet wurde in der Sitzung am Dienstagabend auch der Haushalt 2008. Der, so Bürgermeister Ludwig Eder, „stellte sich in diesem Jahr quasi von selbst auf.“ Es ist ein Jahr zum „Durchschnaufen“, der Gemeindehaushalt habe sich stabilisiert, allerdings sehe man sich 2009 bereits wieder mit einer steigenden Kreisumlage sowie der Sanierung der Grundschule konfrontiert. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verwaltungshaushalt um 112 120 Euro bei den Ansätzen gestiegen. Dies wirke sich, so Geschäftsleiter Reiner Friedlmeier, bei der Zuführung aus, die im Ansatz von 232 630 Euro auf 337 200 Euro gestiegen ist.
An Baumaßnahmen sind in diesem Jahr der Abschluss der Maßnahme Pumpstation in Postmünster geplant. Für die Sanierung der Straße Neuhofen - Polting - Mehlsteibl, für die der Gemeinderat die Ausschreibung verabschiedet hat, seien Gelder bereits eingeplant. 2008 ist, so Friedlmeier, keine Kreditaufnahme vorgesehen, die Verschuldung wird deshalb auf dem Stand von 2007 (700 060,63 Euro) bleiben.
Einstimmig verabschiedeten die Gemeinderäte den Haushalt 2008, der im Verwaltungshaushalt mit 2,266 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 812 330 Euro abschließt. Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer bleiben bei 350 Prozent.
Postmünster. Großer Andrang von Jung und Alt herrschte beim Sommerfest, zu dem der Elternbeirat der Grundschule mit Vorsitzendem Reinhold Sigl eingeladen hatte und dessen Erlös den Kindern zugute kommt. Dieser dankte besonders der TSG, die ihr Gelände und das Vereinshaus kostenlos zur Verfügung stellte. Alle Hände voll zu tun hatten die Elternbeiräte beim Grillen und am Ausschank. Die Kinder und Jugendlichen des Rock’n’Roll-Clubs Pfarrkirchen boten unter der Leitung von Monika Klein rasante Tänze. Im Mittelpunkt stand aber der „lebendige Kickerkasten“ (Bild). Der Elternbeirat hatte ihn gebaut, die TSG stellte Minitore bereit. Die Mädchen und Buben nahmen das Spielgerät fast ständig in Beschlag. Im Spiel der Erwachsenen setzten sich die Gäste klar gegen den Elternbeirat durch. Am Lagerfeuer klang die gelungene Veranstaltung, zu der auch Bürgermeister Ludwig Eder gekommen war, aus. - rb/Foto: Bloch
Postmünster. Große Freude bei den Grundschülern: Dr. Georg Tüller (hinten links), Vorsitzender des „Freundes-und Förderkreises des Kindergartens Christanger und der Grundschule Postmünster“, überreichte im Beisein von Rektor Dr. Achim Heinze (hinten rechts) und Lehrerin Eva Babatz (hinten Mitte) Spenden zur Förderung des Unterrichtes in Kunsterziehung. Dabei handelt es sich um altersgerechte Kunstbücher für den Werkunterricht und Enkaustik-Malsets. Ziel des Vereins ist die gleichmäßige Hilfe für beide Institutionen zur Beschaffung von pädagogischem Material. Die finanziellen Mittel für diesen Zweck kommen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Erlösen aus Veranstaltungen. Tüller kündigte an, dass demnächst ein Kalender mit historischen Ansichten Postmünsters herausgegeben werden soll. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dann wiederum den Kindern zugute. - rb/Foto: Bloch
Postmünster. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes haben 20 junge Christen erstmals den Leib des Herrn empfangen. In der Predigt wies Pfarrer Alois Reiter (links) die sieben Mädchen und 13 Buben auf die Bedeutung des Tages und der Erstkommunion hin. Fröhlichen Herzens und feierlich begingen die jungen Gläubigen die Zeremonie in der voll besetzten Pfarrkirche St.Benedikt. Zusammen mit Pfarrer Alois Reiter hatten Lehrerin Evi Babatz (2. von rechts) und Pfarrassistentin Christine Lindemann (rechts) die jungen Leute auf das Ereignis vorbereitet. Für die musikalische Umrahmung sorgte der „Kinderchor Postmünster“ unter Leitung von Andrea Großschedl (Orgel). Beteiligt waren auch Sonja Beisl, Andrea Stadlthanner, Theresa Schmid (alle Gitarre) und Gabi Wasmeier (Querflöte). - rb/Foto: Bloch
Von Doris Altmannsberger
Postmünster. Paukenschlag im Gemeinderat: Mit 7:6 Stimmen wurde am Donnerstagabend die Entscheidung über Sanierung oder Neubau der Grundschule bis auf weiteres verschoben. Sehr zum Missfallen von Bürgermeister Ludwig Eder, der eigentlich noch in diesem Sommer mit dem Umbau beginnen wollte.
Und so hatte Eder wenig Verständnis für den Antrag von Gemeinderat Alois Rothmeier, der forderte, die Entscheidung ob Neubau oder Sanierung dem neuen Gremium, das am 2. März gewählt wird, zu überlassen. „Wir diskutieren jetzt schon seit 2004 über die Sanierung. In der letzten Sitzung im Januar haben wir ausführlich darüber gesprochen, das gesamte Schulgebäude besichtigt. Ich glaube, wir könnten jetzt wirklich darüber abstimmen“, sagte er. Zumal die Zeit dränge: „Wir heizen immerhin jedes Jahr 10. 000 Euro zum Fenster hinaus, weil beispielsweise das Dach nicht isoliert ist.“
Vor zwei Wochen erst habe er bei einem Gespräch in der Regierung von Niederbayern letzte Feinheiten der Sanierung besprochen und grünes Licht bekommen. „Wenn wir jetzt die Abstimmung verschieben, verlieren wir wieder ein Jahr“, monierte Eder.
Unterstützung bekam der Bürgermeister von Josef Edmaier. Wenn man nach drei Jahren Diskussion über dieses Thema immer noch keine Entscheidung treffen könne, „dann weiß ich es auch nicht.“ Auch Jürgen Widl forderte eine Entscheidung an diesem Abend. „Es ist ein Armutszeugnis für uns, wenn wir heute nicht darüber abstimmen können. Wir dürfen jetzt langsam Nägel mit Köpfen machen, denn billiger wird die ganze Sache durch die Zeitverzögerung sicher nicht.“ Und Paul Wochinger ist sicher, dass der neue Gemeinderat im Endeffekt nicht anders entscheiden werde.
Der Bürgermeister selbst vermutete hinter dem SPD-Antrag gar ein probates Mittel, Wahlkampf im Gemeinderat zu betreiben, was Alois Rothmeier zurückwies: „Mir geht es hier nicht um die Wahl. Sicher diskutieren wir schon seit mehreren Jahren. Aber wir haben damals bei Kosten von 600 000 Euro für die Renovierung angefangen. Jetzt sind wir bei fast 1,8 Millionen Euro.“ Ein Neubau würde nicht viel mehr kosten.
Mit der Entscheidungsfindung tat sich der Gemeinderat schwer. Einen Grund dafür sieht Stefan 'Weindl (CSU) im fehlenden Informationsstand des Gremiums. „Unsere Fraktion steht hinter dem Schulstandort und befürwortet auch eine Sanierung, allerdings wurde uns trotz mehrmaliger Bitten immer noch kein Finanzierungsplan vorgelegt oder eine Übersicht über die einzelnen Bauabschnitte“, kritisierte er. Weder vom Bürgermeister noch vom Hauptausschuss sei man konkret über Details zur Sanierung informiert worden.
Das sieht Johann Altmannsberger ähnlich: „Es gab wenig Diskussionsstoff für uns, wir wurden damals, als der Architekt die Pläne vorgestellt hat, quasi vor vollendete Tatsachen gestellt. Wir hatten nie eine schriftliche Vorlage, in der wir uns informieren konnten.“ Franz Freiherr Riederer von Paar ergänzte, dass man bei Projekten von derartigen Volumen nicht erwarten könne, dass man nach einem halbstündigen Vortrag des Architekten alle Zahlen und Fakten im Kopf habe.
Für eine Verschiebung des Beschlusses machte sich auch Alfred Kritzenberger stark. „Ich möchte nicht für meinen Nachfolger Nägel mit Köpfen machen, und der muss es dann ausbaden.“ Ohnehin solle man, nachdem schon der Kindergarten eine Fehlentscheidung gewesen sei, durchdachter agieren. „Unsere Nachfolger können doch ein schlüssiges Gesamtkonzept erstellen.“
Bürgermeister Ludwig Eder wehrte sich gegen Vorwürfe der Desinformation. „Ich bin seit 2004 ständig bemüht, dem Gemeinderat alles Wissenswerte zu berichten. Allerdings kann man nicht von mir erwarten, dass ich frei Haus den Fraktionen ein Finanzierungskonzept liefere.“ Die Unterlagen dafür habe er alle bei sich. Bei der Beschlussfassung über die Durchführung der Maßnahme - ein paar Tagesordnungspunkte später - wolle er gerne die fehlenden Informationen liefern. Allerdings lasse er das Thema Schule nicht zum Politikum werden.
„Ich wollte eigentlich den Schulstandort Postmünster etwas nach vorne bringen, doch man merkt, dass Wahlkampf ist, und der wird auf den Köpfen unserer Kinder ausgetragen“, machte er seinem Ärger Luft. Dies ließ Alois Rothmeier wiederum nicht auf sich sitzen: „Uns liegt das Wohl der Kinder ja auch am Herzen. Aber gerade deshalb wollen wir etwas für die langfristige Entwicklung unserer Schulgemeinde tun und nicht jetzt eine schnelle Sanierung übers Knie brechen.“ Dieser Ansicht war auch eine knappe Mehrheit im Gemeinderat so. Mit 7:6 Stimmen wurde dem Antrag von Alois Rothmeier auf Verschiebung der Entscheidung über Neubau oder Sanierung des Schulgebäudes stattgegeben. Der Rest der Tagesordnung war damit vom Tisch.
Postmünster. Wie soll es mit dem Schulgebäude weitergehen? Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat bereits in früheren Sitzungen. Dabei zeichnete sich die Tendenz zugunsten einer Generalsanierung ab. Jetzt aber wird das Thema noch einmal grundsätzlich debattiert.
In der Sitzung am heutigen Donnerstag (Beginn um 19.30 Uhr im Rathaus) liegen gleich mehrere Anträge dazu vor. So will Gemeinderat Alois Rothmaier (SPD) eine Entscheidung in der Frage Renovierung oder Neubau am liebsten verschieben. Nach seinen Vorstellungen sollte darüber das Gremium befinden, dasnach den Wahlen am 2. März die Geschicke in Postmünster bestimmt. Sollte dieser Antrag keine Mehrheit finden, so kommt ein zweites Ansinnen Rothmaiers zur Abstimmung. Darin beantragt er, dass sich das Plenum für einen Neubau des Schulhauses aussprechen soll.
Punkt vier und fünf der Tagesordnung betreffen auch die Zukunft der Schule. In diesen schlagen Bürgermeister Ludwig Eder und die Verwaltung vor, die Generalinstandsetzung des Gebäudes zu beschließen und gleichzeitig bei der Regierung den Antrag auf vorzeitigen Baubeginn zu stellen. Dies ist nötig, sollte noch heuer mit der Maßnahme begonnen werden, was das erklärte Ziel Eders ist.
Zu befassen hat sich der Gemeinderat heute noch mit einem weiteren Thema, und zwar mit der Festsetzung der Sperr- und Betriebszeiten für das nächste Stauseefest. - wa
Postmünster. Die Mädchen und Buben der Grundschule Postmünster zeigen besonders gerne ihre Zähne - dem Zahnarzt. Bei der Aktion „Löwenzahn“ der bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) haben sie wie schon im Vorjahr den 1. Platz erreicht. Doch auch landkreisweit wurden gute Ergebnisse erzielt. 15 Schulen wurden von der LAGZ mit einem Preisgeld von insgesamt 1250 Euro für den fleißigen Besuch bei den Vorsorgeuntersuchungen ausgezeichnet.
Das ist, wie Schulamtsdirektor Nikolaus Raith bei der Preisverleihung betonte, ein Resultat, das sich sehen lassen kann. Neben dem 1. Preis, der mit 200 Euro dotiert ist und an die Grundschule Postmünster geht, belegten die Schulen in Mitterskirchen, Peterskirchen, Prienbach, Tann, Walburgskirchen, Ering und Schönau die Plätze zwei bis acht und wurden mit jeweils 100 Euro belohnt. 50 Euro und damit Platz neun bis 15 gingen nach Hirschbach, Reut, Julbach, Malgersdorf, Zeilarn, Emmers- dorf und Triftern.
Stellvertretend für alle 15 ausgezeichneten Schulen im Landkreis nahmen die Kinder aus Postmünster den Scheck über 200 Euro entgegen. Freudestrahlende Gesichter gab es auch bei Schulamtsdirektor Nikolaus Raith (hinten, Mitte), LAGZ-Arbeitskreisvorsitzendem Dr. Jürgen Riedler (daneben), Schulleiter Dr. Achim Heinze (hinten, r.) sowie Bürgermeister Ludwig Eder (hinten, 2.v.l.) - Foto: Altmannsberger
Seit zehn Jahren unterstützt die Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit, ein Zusam- menschluss der Zahnärzte und gesetzlichen Krankenkassen in Bayern, die „Aktion Löwenzahn“. Dabei werden Kinder aller Grundschulklassen in die richtige Zahnpflege eingewiesen. Mit einem kleinen Heftchen vom „Löwen Dentulus“ gehen die Mädchen und Buben dann zur Vorsorge beim Zahnarzt, zwei Mal pro Jahr gibt es dafür einen Stempel in das Heft. Wer am fleißigsten die Zähne geputzt hat, der bekommt einen Preis.
Rita Felixberger kümmert sich im Auftrag der LAGZ um Theorie und Praxis beim Thema Zähneputzen. Unterstützung bekommt sie dabei von „Dentulus“, einem Plüschlöwen, der die Kinder immer wieder animiert, drei Mal täglich, nach jedem Essen, zur Zahnbürste zu greifen.
Bei der Preisverleihung in Postmünster kann „Dentulus“ davon sogar ein Liedchen singen - sehr zur Freude von Kindern und Eltern, die begeistert mitklatschten. Umrahmt wurde die Preisverleihung von den Grundschülern aus Postmünster. - da
Von Doris Altmannsberger
Postmünster. Sanierung statt Neubau: Für geschätzte 1,5 Millionen Euro soll die Grundschule in Postmünster in den nächsten drei bis vier Jahren ein neues Erscheinungsbild bekommen. Bei einer Besichtigung des 1961 erbauten Gebäudes machte sich der Gemeinderat ein Bild von den notwendigen Maßnahmen.
Der Kern des Gebäudes, berichtete Bürgermeister Ludwig Eder den Gemeinderäten, sei noch gut erhalten und in Ordnung — darauf könne aufgebaut werden. Ein Argument mehr für die geplante Sanierung, die der zum 31. Dezember 2007 aufgelöste Schulverband beschlossen hatte und die im Gremium nicht hundertprozentig auf Zustimmung gestoßen war.
„Sicher wäre mir ein Neubau auch lieber gewesen“, verriet Eder am Dienstagabend, jedoch müsse man die hohen Kosten für den Abriss der alten Grundschule berücksichtigen und die Tatsache, dass man die vor 25 Jahren ans Gebäude angebaute Turnhalle so oder so stehen lassen müsse. Sein Credo deshalb: Eine Sanierung von Grund auf, nach modernsten Maßstäben, damit die Schule konkurrenzfähig bleibt. „Sonst haben wir, nachdem der Kindergarten bereits in Christanger angesiedelt ist, am Ende als Anreiz für junge Familien, hier in Postmünster zu bauen, nur noch den Stausee.“
Das Dach mit Eternit-Platten bedeckt und nicht isoliert, die Fenster marode, die Türen verzogen, Elektro- und Heizungsinstallation veraltet, die Böden abgenutzt und ohne Dämmung, der Putz bröckelt - beim Rundgang durch das Schulgebäude erläuterte Eder gemeinsam mit Schulleiter Dr. Achim Heinze dem Gremium die Schwachstellen des Hauses. So gibt es momentan keinen Raum, in dem die Kinder bei schlechtem Wetter die Pause verbringen können. „Das findet alles auf den Gängen statt, hier hallt es sehr stark - wir brauchen also dringend einen Pausenraum“, so Eder.
Die im gesamten Schulhaus verwendeten Sicherungen entsprechen längst nicht mehr neuen Standards, und die Polizei, fügt Schulleiter Heinze hinzu, hat schon mehrmals auf den schlechten Einbruchsschutz hingewiesen. „Ein großes Manko hat auch die Feuerschutztreppe an der Außenwand, denn sie wurde als Wendeltreppe gestaltet. Damit können die Kinder im Ernstfall nicht so schnell nach unten ins Freie gelangen. Wir merken es jedes Mal beim Probealarm, dass sich alles auf der Treppe staut“, verdeutlichte Heinze.
Als eine der ersten Maßnahmen, schlug Bürgermeister Ludwig Eder dem Gremium vor, sollte das Eternit-Dach ausgetauscht und das Dach isoliert werden. Die Fenster wurden bereits teilweise erneuert, 38 Stück, hauptsächlich an der Nordseite des Gebäudes, stehen noch aus. Zeitgemäßer Sonnenschutz soll die dicken Kunststoff-Vorhänge in den Klassenzimmern ersetzen, abgehängte Akustik-Decken mit eingebauter Beleuchtung für besseres Unterrichtsklima sorgen.
Neben einer Neugestaltung der Fassade inklusive Vollwärmeschutz soll eine neue Außentreppe anstatt der gefährlichen Spindeltreppe entstehen. Die neuen Türen sollen den Brandschutz-Standards entsprechen, außerdem eine neue Elektround Heizungsinstallation für mehr Sicherheit sorgen.
Nachgedacht werden müsse laut Eder noch über die geplante, 96 Quadratmeter große Pausenhalle. „Ich halte es für sinnvoller, das jetzige Musikzimmer in einen Pausenraum umzubauen, weil wir dort eine unmittelbare Anbindung an den Pausenhof haben. Bei einer Halle, die wir im Inneren des Gebäudes errichten, müssten die Kinder ums gesamte Gebäude herum laufen, um in den Hof zukommen.“
Alles in allem wird die Maßnahme, die auf mehrere Jahre verteilt werden soll, geschätzte 1,5 Millionen Euro kosten - ohne Aufzug, den man, so Eder, jedoch mit in die Planungen einbeziehen sollte.
Seit 1. Januar, nach Auflösung des Schulverbandes mit Hebertsfelden und Schönau, ist die Gemeinde Postmünster Träger der Grundschule. Damit die Baumaßnahme noch in diesem Sommer starten kann, warb Eder für eine baldige Abstimmung, möglichst bereits bei der nächsten Sitzung im Februar. Egon Feßler würde es jedoch lieber sehen, wenn der Beschluss vom neuen Gemeinderat gefällt wird. „Können wir mit der Abstimmung nicht bis April warten?“, schlug er vor. Franz Freiherr Riederer von Paar ergänzte: „Die neuen Gemeinderäte identifizieren sich eher mit der MaRnahme, wenn sie den Beschluss selbst fassen.“
Bürgermeister Ludwig Eder hätte grundlegend nichts dagegen. „Allerdings können wir dann in diesem Jahr in den Sommerferien definitiv nicht mehr mit dem Umbau anfangen“, merkte er an. Ohnehin, stimmte ihm Rudolf Seiler zu, müsse sich der neue Gemeinderat erst in die Theorie einarbeiten, „wir hingegen arbeiten schon seit Jahren am Projekt Schule, wir kennen die Fakten, haben Erfahrung.“
Schulleiter Dr. Achim Heinze wäre es ebenfallsrecht, wenn die Sanierung so bald wie möglich beginnen könnte. „Der Sicherheitsbereich sollte dabei als erstes verbessert werden, das wäre mir und dem Kollegium schon ein großes Anliegen.“ Er unterstrich dabei noch einmal, dass ihm eine Sanierung der Schule lieber ist als ein Neubau, der definitiv kleiner als das jetzige Ge bäude ausfallen würde : „Die großen Klassenzimmer und Ausweichmöglichkeiten sind schon ein Vorteil.“
Johann Altmannsberger erkundigte sich bei der Gelegenheit, ob man für die Renovierung der angebauten Turnhalle, die „auch nicht mehr die jüngste ist“, in naher Zukunft auch die TSG zur Kasse bitten könne, da das Gebäude ja schwerpunktmäßig vom Sportverein belegt werde. „Die Gemeinde ist Eigentümer und trägt auch die Kosten“, verdeutlichte Eder und sicherte zu, im Rahmen der Grundschul-Sanierung wenigstens die Wände dort mit einem neuen Anstrich versehen zu lassen und Probleme im Sanitärbereich zu beheben.
In der nächsten Sitzung am 7. Februar will Bürgermeister Ludwig Eder nun über die Sanierungsmaßnahme abstimmen lassen, ferner bei der Regierung von Niederbayern einen vorzeitigen Baubeginn beantragen, damit der erste Abschnitt bereits in den Sommerferien über die Bühne gehen kann.